chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Die Symptome einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind vielfältig: Man kann nicht mehr richtig durch die Nase atmen, empfindet einen unangenehmen Druck im Kopf und das Geruchsvermögen ist vermindert. Zudem häufen sich akute Infekte. Die beste Behandlung dieser chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kann nur durch eine HNO–ärztliche Diagnostik ermittelt werden. Dazu gehören eine Endoskopie der Nase und häufig auch eine Computertomographie (CT) oder digitale Volumentomographie (DVT). Die DVT ist ein dreidimensionales bildgebendes Röntgen-Tomographie-Verfahren mit wesentlich reduzierter Strahlenbelastung für den Patienten bei verbesserter Detail-Auflösung.

Als Therapie kommt eine Operation dann in Frage, wenn sich die Beschwerden trotz Gabe von Antibiotika und Cortison-Nasenspray oder -tabletten nicht bessern. Diese bieten wir Ihnen in der Capio Hofgartenklinik seit vielen Jahren an. Seit Januar 2013 steht unseren Ärzten für diesen Eingriff sogar ein hochmodernes, computergestütztes Navigationsverfahren zur Verfügung.

Operiert wird fast immer in Vollnarkose vom Naseninneren aus. Anders als früher entstehen dabei dank des Einsatzes moderner Endoskope oder des Mikroskops keine entstellenden Gesichtsnarben mehr. Die Operation erfolgt minimal invasiv, um die Nase und das Nasennebenhöhlensystem bestmöglich zu schonen und die Heilung zu beschleunigen.
Die Veranlagung zur chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kann indes keine Operation beseitigen, wohl aber anatomische Engstellen, die eine chronische Entzündung begünstigen: Die Belüftungswege der Nasennebenhöhlen werden so freigelegt und erweitert, dass die Entzündung abheilen kann.

Entscheidend hierbei ist für den Operateur die genaue Orientierung an der individuellen Anatomie des Patienten, da das Nasennebenhöhlensystem des Menschen eine sehr hohe Variationsbreite aufweist. Eine genaue Bildgebung vor der Operation ist hierfür unerlässlich.
Trotz zunehmend genauerer Bildgebung durch CT und DVT besteht bei Nasennebenhöhlenoperationen ein Verletzungspotential wichtiger anatomischer Strukturen wie Auge, Sehnerv und Schädelbasis.

Durch den Einsatz des computergestützten Navigationssystem kann diese Risiko erheblich minimiert werden. Die Daten der Voruntersuchungen werden in das Navigationssystem eingelesen. Dieses wandelt die Ihre Untersuchungsergebnisse in ein dreidimensionales Bild um. Auf einem Flachbildschirm kann Ihr Arzt durch die dreidimensionale Darstellung des Operationsgebietes jederzeit die genaue Lage seiner Instrumente während der einzelnen operativen Schritte in den Nasennebenhöhlen kontrollieren.

Mit diesem Navigationssystem können besonders schwierige Abschnitte der Schädelbasis sicherer als bislang operiert werden. Vor allem bei Zweit-Operationen mit den hier häufig vorliegenden schwierigen Vernarbungsverhältnissen bietet das Navigationssystem deutlich mehr Sicherheit. 

Dennoch ist die computergestützte Operation kein Ersatz für genaue Kenntnisse und die Erfahrung des Operateurs in der variantenreichen Anatomie der Nasennebenhöhlen.

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Doris Glaab
Sekretariat 

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